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Notizen aus Kultur und Politik

Nachrichtenkriege

Mat Honan in der Wired über Facebook, die Smartphone-Software Kik und das, was Honan „Messaging Wars“ nennt. Das Stück ist eine lesenswerte Zusammenfassung des Wandels, den digitale Kommunikation derzeit erfährt.

Danah Boyd hat ein Buch über Jugendliche und ihren Umgang mit dem Internet geschrieben. Auch sie weiß im Interview mit The Verge Interessantes über den Zustand der Kommunikation zu berichten.

Techcrunch nähert sich derweil Mark Zuckerbergs Zukunftsvisionen.

Lebensmittel

76 Milliarden Dollar. So viel gibt der amerikanische Staat jährlich aus, um die Bevölkerung mit Lebensmittelmarken zu versorgen. Doch davon profitieren nicht nur die Armen. Die Hilfen stellen auch ein massives Subventionsprogramm für große Einzelhandelsketten wie Walmart oder Target dar. Darüber redet die Regierung aber nicht gerne.

Interessanter Artikel dazu bei Slate (via).

Reklame

Man könnte meinen, dies wäre ein Film über Reklame. Tatsächlich zeigt er nur, dass den meisten Kaufleuten eine Erzählung fehlt, die ihr Unternehmen auch außerhalb der kapitalistischen Marktlogik mit Sinn erfüllt.

Damit ist kein Werturteil verbunden.

 

Siedler

In der Winterausgabe des Argonaut beschreibt Monica Clyde in einem lesenswerten Aufsatz, wie Siedler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ab Mitte des 19. Jahrhunderts das Leben in San Francisco prägten. Zu Zeiten des Goldrausches waren sie die drittgrößte Einwanderungsgruppe in Kalifornien. Lange Zeit trugen die Deutschen und ihre Nachbarn die Heimatkultur mit Stolz in das öffentliche Leben der Stadt. Sie gründeten Turn- und Gesangsvereine und veranstalteten Feste. Ihre Arbeit verrichteten sie meist als Kaufleute.

Erst der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg brachte den Bruch. Die Deutschen sahen sich nun mit der Frage konfrontiert, wem gegenüber sie loyal sein wollten. Sie entschieden sich mehrheitlich für ihre neue Heimat. Deutsches verschwand weitgehend aus dem öffentlichen Leben. Heute ist der einst große Einfluss der deutschen Kultur in San Francisco kaum mehr offensichtlich. Mir scheint allerdings, dass es nach wie vor eine verhältnismäßig große Zahl deutscher Gaststätten gibt.

 

Birdman

Gestern hat nicht weit von hier im Castro Theater das Disposable Film Festival begonnen. Dort sind in diesem Jahr 21 Kurzfilme zu sehen. Einige davon sind sehenswert. Von der Eröffnungsfeier am nachhaltigsten im Gedächtnis blieb “The Birdman” von Jessie Auritt. Der Film zeigt einen großartig aus der Zeit gefallenen Musikladen in New York.